Schwangerschaftsupdate | SSW 22 | Fünf Tipps gegen Schwangerschaftsübelkeit

22. Schwangerschaftswoche. Wir haben nun ein bisschen mehr als die Hälfte der Strecke hinter uns und ich dachte mir, ich schreibe ein paar Zeilen darüber, wie es mir mit meinem kleinen Zwerg im Bauch so ergeht. Tatsächlich verfliegt die Zeit aktuell und eine Woche ist gar nichts. Mein Bauch wird immer runder und vor allem in den letzten vier, fünf Wochen hat sich viel getan.

Viel habe ich euch ja noch nicht verraten, was meine Schwangerschaft betrifft (hier dazu ein kurzer Beitrag). Die ersten Wochen bzw. das erste Trimester war für mich ja nicht wirklich angenehm. Mich hat die Übelkeit ziemlich geplagt und ich fühlte mich wirklich alles andere als wohl und keinesfalls wie ich selbst. Gott sei Dank musste ich zwar nicht brechen, aber diese ständige Dauerübelkeit und der andauernde Brechreiz (Sorry …) waren wirklich nervenaufreibend. Ich hatte sogar immer Plastiksackerl in meiner Handtasche, falls es doch einmal dazu kommen sollte, dass ich mich übergeben müsste. Tipps habe ich von vielen Seiten bekommen, manche waren sehr hilfreich, andere eher weniger. Und weil es für mich immer ein Anliegen ist, euch auch einen Mehrwert zu liefern, habe ich die für mich hilfreichsten Tipps gegen meine Schwangerschaftsübelkeit notiert und vielleicht hilft es ja der einen oder anderen von euch auch!

 

Fünf Tipps gegen Schwangerschaftsübelkeit – das hat mir geholfen!

  1. Essen! Hat man immer etwas im Magen, ist auch der Blutzuckerspiegel schön hoch und das hilft wirklich sehr. Meine Übelkeit war damit zwar bei Weitem nicht weg, aber wenn ich Hunger hatte, ging es bei mir wirklich bergab und ich habe mich den ganzen Tag nicht mehr erholt. Startet also gleich am morgen mit einem ausgewogenen Frühstück und mit gleich meine ich: raus aus dem Bett und esst sofort! :-) Umziehen, duschen und all das kann bis nach dem Frühstück warten. Äpfel haben sich bei mir außerdem als sehr effektives Mittel gegen die Übelkeit erwiesen. Sie sind gut für den Magen und vor allem für zwischendurch waren sie der perfekte Snack.
  2. Trinken! Trinkt viel Flüssigkeit, am besten stilles Wasser (!!). Kohlensäure bringt den Magen nur weiter in Unruhe. Kamillentee oder extra Magentee helfen auch sehr gut. Ingwertee wurde mir auch empfohlen, habe ich haben nicht probiert, weil man mit Ingwer in der Schwangerschaft (vor allem nach dem dritten Monat) ja aufpassen sollte (soll wehenfördernd wirken – fragt mich aber nicht, ob das stimmt).
  3. Akupressur! Geht in die Apotheke und holt euch Akupressurbänder gegen Übelkeit. Ich habe die Bänder täglich getragen und nur zum Schlafen abgenommen. Die Kombination mit ständigem Essen hat mir recht gut geholfen und ich finde, dass vor allem diese Armbänder jeder probieren sollte. Sie sehen zwar nicht wirklich super aus, aber sind echt hilfreich. (Tipp: Die Armbänder kann man auch bei Reiseübelkeit verwenden!)
  4. Globuli! Gibt’s auch in der Apotheke, extra gegen Schwangerschaftsübelkeit und waren auch sehr okay. Ich hatte das Fläschchen immer in der Tasche und vor allem, wenn sich eine akute Übelkeitswelle ankündigte und ich gerade nichts zu essen parat hatte, haben sie gut geholfen.
  5. Zeit! Geht die Tage ruhig an. Steht am morgen früh genug auf und vermeidet Stress. Nehmt euch genug Zeit, um zu essen. Mir hat es sehr geholfen, wenn ich Ruhe hatte und alles entspannt war. Musste ich irgendwo hinhetzen oder war ich spät dran, dann war das furchtbar. Macht Sachen, die euch gut tun und entspannen. Geht spazieren (habe ich oft gemacht), lasst euch ein Bad ein oder macht Sport. Arbeiten zu gehen war in dieser Phase wirklich sehr anstrengend und ich habe meine freien Tage, an denen ich mich nicht aus der Jogginghose hab quälen müssen, wirklich sehr genossen.

 

Nichts davon ist ein Allheilmittel und ich bin die dauernde Übelkeit auch nicht losgeworden, bis das erste Trimester vorbei war. Aber zumindest haben diese Sachen die Wochen ein bisschen leichter gemacht und die Beschwerden abgemildert. Es gab aber auch dazwischen manchmal Tage, an denen nichts geholfen hat und ich mich einfach nur verkrochen habe.

Scheut euch auch nicht davor, mit eurem Arzt/eurer Ärztin zu sprechen, wenn ihr an Übelkeit leidet. Denn Nein, man muss das nicht einfach aushalten! Und mit reiner Willenskraft wird es auch nicht besser. Genauso wenig wie es beruhigt, dass es „eh ab der 12. Woche wieder besser wird“ … ein Teil der weniger hilfreichen Tipps. Fünf bis sechs Wochen durchgehende Übelkeit sind keine Kleinigkeit. Freilich muss man es aushalten, aber das heißt nicht, dass es nichts gibt, dass einem die Zeit einfacher macht. Mein Arzt hat hat zu mir gesagt: Wenn einem schlecht ist, dann ist das gut! Denn dann machen die Hormone ordnungsgemäß ihren Job und arbeiten gut und das ist wiederum gut für das Baby. Es ist wahnsinnig anstrengend. Man sollte es zwar als Teil des großen Ganzen sehen, aber es gibt auch Hilfe.

 

 

Schwangerschaftsupdate

Halbzeit vorbei! 22 Wochen sind nun um und jede Woche birgt eine neue Überraschung. Die Übelkeit hat um die 12. SSW aufgehört. Sie war zwar nicht von einem Tag auf den anderen weg, aber es wurde langsam weniger und irgendwann war sie dann ganz verschwunden. Ich war so froh und dankbar!! Die erdrückende Müdigkeit hat mich noch etwas länger begleitet und auch jetzt bin ich oft immer noch recht müde, aber hey! Mein Körper arbeitet auf Hochtouren! Da darf man auch müde sein.

 

SSW 12-20

Leider kann ich nicht behaupten, dass gleich zu Beginn des zweiten Trimesters dieses „Super-glücklich-Gefühl“ eingesetzt hat, von dem so viele werdende Mütter schwärmen. Ich habe zwar darauf gehofft, aber dem war nicht so. Bei mir waren die darauffolgenden drei bis vier Wochen eher so: Stimmungsschwankungen vom Feinsten, andauerndes aufs Klo rennen, üble Müdigkeit gepaart mit Lustlosigkeit, Hautunreinheiten wie ein Teenie und hin und wieder plagten mich die ganzen Veränderungen an und in meinem Körper, gegen die man aber einfach nichts machen kann (dazu aber in einem anderen Beitrag mehr). Hier muss ich meinem Mann ein großes Dankeschön aussprechen – er ist echt der Beste und hält wirklich wunderbar mit mir durch! DANKE!!

Rückenschmerzen haben auch relativ früh bei mir angefangen. Mein Steißbein spüre ich schon seit der 16. SSW. Zwar nicht tagtäglich, aber manchmal gibt es Tage, an denen es schon sehr wehtut und sticht. In den letzten 14 Tagen ist das etwas mehr geworden, weshalb ich mir auch ein Stillkissen zum Schlafen gekauft habe. Außerdem gebe ich mir Mühe, mich mehr und bewusst zu bewegen und ich würde gerne mehr Schwimmen – das soll ja die beste Sportart für Schwangere und für die Gelenke sein.

Seit der 18. SSW geht es mir aber endlich merklich besser. Meine Launen sind weniger geworden und ich bin stimmungsmäßiger ein bisschen stabiler. Außerdem spüre ich seit der 18. SSW die ersten Strampler und Bewegungen von unserem kleinem Zwerg. Im ersten Moment war ich mir nicht ganz sicher, ob es wirklich das Baby war und nicht normales Blubbern im Bauch. Aber es hat sich ganz anders angefühlt, als alles was ich vorher gespürt habe, also war ich mir ziemlich sicher. Und als diese kleinen Tritte dann immer mehr und deutlicher wurden, war ich mir ganz sicher. Vor allem wenn ich es mir auf der Couch bequem mache und mich hinlege, meldet sich unser kleiner Spatz jedes Mal.

Ab der 20. SSW sind jetzt auch schon kleine Beulen zu sehen. Ich sage euch, das ist ein ganz eigenes Gefühl! :-) Lässt sich unglaublich schwer beschreiben. Es reckt sich oft ziemlich und das ist auch manchmal ein bisschen unangenehm, aber auch total schön. Ich freue mich so sehr, dass ich das Kleine schon so früh spüre, weil ich dann weiß, dass alles okay ist.

 

SSW 21 & 22

21. & 22. SSW: Ich muss wirklich ständig auf die Toilette und das Kleine drückt mir sehr häufig auf die Blase. Meine Haut hat sich bis jetzt leider nicht gebessert. Außerdem bringt man mich relativ leicht zum Weinen derzeit. ;-) Oft reicht ein süßes Katzenvideo oder eine romantische Szene in einem Film. Trotz allem fühle ich mich sehr ausgeglichen. Die Strampler und Tritte machen mich wirklich sehr glücklich! Mein Bauch wird immer größer und er spannt deshalb auch oft sehr. Mittlerweile habe ich auch noch kaum normale Kleidung, die mir passt und langsam aber sicher muss ich mich nach Umstandsmode umsehen. Es widerstrebt mir aber tatsächlich ein bisschen, mir welche zu kaufen. Immerhin trägt man die Sachen ja nicht so lange und manche Teile sind auch gar nicht so günstig, also versuche ich Schwangerschaftsmode sehr bewusst auszuwählen und mir nur Sachen zu kaufen, die es auch wert sind. Weniger ist eindeutig mehr! Oder ich kaufe mir Kleider, die weiter geschnitten sind oder einen hohen Stretchanteil haben.

Das Wichtigste zum Schluss: Wir wissen noch nicht, ob es ein Bub oder Mädchen wird. Beim letzten Ultraschall hat sich unser kleiner Liebling ganz klassisch weggedreht und die Beine verkreuzt und sich gedacht: „Nein, grübelt bitte nur weiter!“ :-)

So meine Lieben, das war die erste Hälfte meiner Reise mit meinem kleinen Untermieter. Es ist wirklich kein Tag wie der andere. Nicht alles ist super oder einfach, aber am Ende ist nur wichtig, dass es dem Baby an nichts fehlt. Wenn ihr auch hilfreiche Tipps gegen Übelkeit habt, schreibt mir gerne in die Kommentare! Ich wäre sehr gespannt, was die anderen Mamis da draußen so dagegen unternommen haben.

Xx Sandra

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