SSW 33 + 12 Kilo | Über das Zunehmen während der Schwangerschaft und darüber, dass der Körper tut was er will.

Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ist ein sehr sensibles Thema. Bevor ich schwanger wurde, war für mich Zunehmen überhaupt nie ein Problem. Mein Stoffwechsel ist wohl eines der besten Sachen an mir. ;-) Ich hab immer schon essen können, was ich wollte, mein Gewicht hat sich immer so um die 56 kg eingependelt – mal zwei Kilos mehr, mal weniger. Zugegeben, ich habe mein genaues Gewicht auch nie 100% sicher gewusst, weil ich mich nie unwohl gefühlt habe in meiner Haut. Ich fand es auch nie komisch, dass Schwangere zunehmen. Ich habe überhaupt keinen Gedanken daran verschwendet, wie viele Kilos es bei mir wohl werden würden oder ob es mich stören würde.  Natürlich war mir klar, dass ich zunehmen würde, aber es spielte für mich einfach keine Rolle.

Jetzt stecke ich mittendrin, habe 12 Kilo mehr auf den Hüften, sehe und spüre das Gewicht täglich an mir selber. Ich kann euch nicht einmal sagen, ob 12 Kilo bis jetzt viel sind oder nicht. Es ist ja meine erste Schwangerschaft und ich habe deshalb keine Vergleichsmöglichkeiten. ABER es geht hier ja auch um mehr als nur um die besagte Zahl auf der Waage. Es geht um das eigene Wohlbefinden und darum, wie man sich als Schwangere in einem Körper fühlt, der tut was er will und der sich innerhalb kürzester Zeit äußerst schnell verändert. Und eigentlich kann man nichts dagegen tun.

Bloß weg mit der Waage!

Bei jeder Mutter-Kind-Pass-Untersuchung geht’s auch auf die Waage. Ist klar, der Arzt muss das Gewicht der Schwangeren überwachen, damit alles im Normbereich bleibt und alles gut läuft. Bei mir ist die Gewichtszunahme über die Wochen verteilt sehr gut und absolut normal – laut Arzt.

Natürlich haben wir auch eine Waage Zuhause. Zu Beginn der Schwangerschaft wollte ich mich gleich draufstellen und sehen, wie viel ich zugenommen habe. Ich war echt neugierig! Leider oder mittlerweile Gott sei Dank, waren die Batterien leer und ich war so klug und habe keine neuen gekauft! Halleluja, sag ich euch!! Denn wenn ich eines gelernt habe, dann ist es das: Das genaue Gewicht zu wissen, ändert gar nichts. Man fühlt sich nur noch unwohler. Wenn man in so kurzer Zeit so viel zunimmt, merkt man es so oder so. Da braucht man keine Waage, die einem noch die genaue Zahl vor die Nase hält. Also der beste Tipp: Weg damit!

Nein, ich fühle mich nicht immer wohl.

Viel wichtiger ist es, diesen Prozess zu akzeptieren und als natürlich anzunehmen. Man nimmt während einer Schwangerschaft nun einmal zu. Punkt. Jede Schwangerschaft ist anders und deshalb ist die Gewichtszunahme bei jeder Schwangerschaft auch anders. Soweit so gut. 

Fühle ich mich mit dieser Erkenntnis jetzt wohler? Nein, ich fühle mich aktuell nicht immer wohl in meiner Haut. Ich sehe die Zellulitis auf den Oberschenkeln, ich bin ja nicht blind. Ich merke, dass mein Hintern runder wird und ich merke, dass ich Hamsterbacken bekomme. Ja, das ist alles normal, aber diese Tatsache hilft einem nicht immer. Dieses Gefühl des Ausgeliefertseins ist halt nicht angenehm. Der Körper macht plötzlich was er will, man fährt sozusagen mit Autopilot und als schwangere Frau kann man quasi nur daneben sitzen und auf das Beste hoffen.

Masterplan – Was tun nach der Schwangerschaft.

War ich vor der Schwangerschaft sportlich und durchtrainiert? Nein, wohl eher ganz im Gegenteil. Habe ich vor, das nach der Schwangerschaft zu ändern? Vielleicht. Natürlich will ich wieder zu meinem “normalen” Körper zurück, inklusive meinem normalen Gewicht. Ich will wieder in meine Kleidung passen und wieder so gut es geht ich selbst sein. Ich lasse mich sowieso in vielen Bereichen sehr schnell verunsichern und ich wäre sehr dankbar, wenn ich mich einige Wochen/Monate nach der Schwangerschaft wieder in meiner Haut wohlfühlen könnte.

Ich habe also keinen konkreten Plan, was ich mit meinen Kilos nach der Schwangerschaft machen werde. Durch die Geburt werden ja eh schon einige wegfallen und das Stillen wird mit Sicherheit auch einen Beitrag leisten, aber vielleicht kann ich das ja als Motivation sehen und meine Sportfaulheit damit überwinden. Denn straffer wird mein Bauch und meine Oberschenkel von alleine nicht mehr werden, so viel ist sicher. 

Xx Sandra

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